Urlaubsort Horten
Urlaub in Horten
Die Geschichte von Horten, einer Stadt die circa 24.671 Einwohner zählt, beginnt erst im Jahre 1818, als hier, an der strategisch wichtigen Enge des Oslofjordes, ein Marinehafen eingerichtet wurde. Dieser diente von 1853 bis Anfang des 20. Jh. den norwegischen Seestreitkräften als Hauptstützpunkt (inzwischen hat Bergen diese Funktion inne). Heute präsentiert sich die alte Marinezentrale, bei einem Norwegen Urlaub als ein beschauliches Städtchen, indem vieles von Vergangenem zeugt: so die vier allesamt sehenswerten Museen. Aber auch die Kadetten der hier beheimateten Marineschule, die in ihren offenen englischen Sportwagen durch die Gassen dröhnen, den Mädchen schöne Augen machen und auf ihren Jachten zu Champagner einladen. – Ganz wie im Kino wird man schmunzelnd bei Norwegen Reisen feststellen.
Das unter Militärverwaltung stehende Marinemuseum hat seinen Standort in der Seefestung Karl Johansvern. Es zeigt über 100 Schiffsmodelle sowie sieben Originale, darunter auch die „RAP“ das erste Torpedoboot der Welt, das 1872 nach norwegischen Plänen in England gebaut wurde. Vor dem Museum befindet sich der Jachthafen, ein paar hundert Meter weiter, der Badestrand „Vollene“. Der Rückweg in die Stadt führt vorbei am Preus Fotomuseum, das das einzige seiner Art in Norwegen ist und rund 10.000 Bücher zur Fotografie sowie über 1000 Kameras zeigt. Auch einige Kuriosa sind hier zu finden, z. B. eine in einen Spazierstock eingebaute Kamera, eine andere ist so konstruiert, dass sie von einer Taube in die Höhe getragen werden konnte, wodurch Luftaufnahmen möglich wurden. Zu sehen gibt es in Horten, abgesehen von einer Handvoll eher ungewöhnlicher Museen, nicht wirklich viel. Und Touristen, die sich bei ihren Reisen nach Norwegen nicht so brennend dafür interessieren, sollten gleich weiterfahren, z. B. in das südlich gelegene Åsgårdstrand.
